"Expertenbefragung in Berlin und Brandenburg - Hilfebedarf und Beratungsangebote für minderjährige Schwangere und Mütter"

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Eine Expertise im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln
Laufzeit: 01.09.2005 bis 31.08.2006

Ansprechpartnerin

Sabine Wienholz
E-Mail: sabine.wienholz@medizin.uni-leipzig.de
Tel: 0341/9715425
Fax: 0341/9715419

Ausgangslage

Ausgangspunkt der Studie ist die Annahme, dass minderjährige Schwangere und Mütter spezifischere Beratungs-, Betreuungs- und Versorgungsangebote benötigen. Eine durch die BZgA geförderte Studie im Jahr 2004 richtete bereits den Fokus auf den Hilfebedarf und die Hilfeangebote für junge Schwangere und Mütter in Sachsen. Im Ergebnis der Studie konnte bestätigt werden, dass Jugendliche, die nur geringe Teilhabechancen besitzen, ihre Zukunft und Identität als Erwachsene häufig in einer frühen Elternschaft sehen. Sollen jedoch Armutskarrieren vermieden und die Entwicklung sozialer und wirtschaftlicher Selbständigkeit gefördert werden, sind weitere und spezielle Angebote zur Unterstützung der jungen Familien notwendig, auch über den Zeitpunkt der Erlangung der Volljährigkeit hinausgehend.

Aktuelle Studie

Nun soll die Expertenbefragung in Brandenburg und Berlin wiederholt werden. Beide Länder zeichnen sich durch erheblich höhere Raten an Teenagerschwangerschaften aus, sowohl in den Schwangerschaftsabbrüchen als auch bei den Lebendgeburten. Berlin zählt zudem zu den Städten mit einem hohen Anteil an jungen Frauen mit Migrationshintergrund.

Interviewpartner

In qualitativen Interviews werden sowohl Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter von Schwangerschaftsberatungsstellen, Jugendämtern und Agenturen für Arbeit, Schulen und Mutter-Kind-Einrichtungen als auch Gynäkologinnen & Gynäkologen und Hebammen befragt.

Zielstellung

Ziel der Untersuchung ist es herauszufinden, welche Angebote und Hilfen es für minderjährige Schwangere und Mütter in Berlin und Brandenburg gibt und wie die mit der Thematik befassten Expertinnen und Experten die Situation einschätzen. Insbesondere stellt sich die Frage, ob die bestehenden Angebote bekannt sind und von den Jugendlichen angenommen werden bzw. warum sie die jungen Schwangeren und Mütter nicht erreichen. Ein weiteres Thema wird die spezifische Situation von minderjährigen Schwangeren und Müttern mit Migrationshintergrund sein. Auf der Basis dieser Ergebnisse sollen Vorschläge und Konzepte dafür entwickelt werden, wie die Beratungsangebote bedarfsgerechter gestaltet und wie bestehende Angebote vernetzt und bekannt gemacht werden können.

Forschungsverbund

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Hochschule Mittweida (FH),
Fachbereich Soziale Arbeit

Prof. Dr. Monika Häußler-Sczepan, Projektleitung

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Hochschule Merseburg (FH),
Fachbereich Soziale Arbeit

Prof. Dr. Ulrike Busch

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Sexualpädagogisches Zentrum Merseburg e.V.
Prof. Dr. Ulrike Busch

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Universität Leipzig,
Selbständige Abteilung Sozialmedizin

Dr. Marion Michel
Sabine Wienholz, M.A. soz.

Publikationen

  • Teenager-Schwangerschaften in Sachsen. Band 26/2005 Forschung und Praxis der Sexualaufklärung und Familienplanung. Herausgeber: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
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  • FORUM Sexualaufklärung Heft 4-2004 - Jugendliche Schwangere und Mütter. Herausgeber: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
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