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Walter Bruch

Bruchs Gefährten - Pioniere der Fernsehtechnik

Eduard Rhein · Denés von Mihály · Manfred von Ardenne

1. Eduard Rhein (1900-1993)

deutscher Ingenieur, Erfinder, Journalist und Schriftsteller

Eduard Rhein studierte Physik am Technikum Mittweida und legte mit 22 Jahren sein Examen als Diplom-Physiker ab.

1929 ging Rhein als Redakteur zum Ullstein-Verlag. Zugleich widmete sich das Multitalent aber voller Hingabe technischen und wissenschaftlichen Forschungen. Er entwickelte einen Schnell-Einschalter für Radios, trat für eine wechselstromgeheizte Bildröhre ein, baute während des Krieges das Radargerät FK 1 - und schrieb, gleichsam nebenbei, das Libretto für die 1942 in Dresden uraufgeführte Künneke-Operette "Traumland". Rhein war Gründer und Chefredakteur der HörZu (1946-1965). Er war für den gigantischen Erfolg von ca. 4,5 Millionen Exemplaren und damit die größte Programmzeitschrift Europas verantwortlich.

Als Wissenschaftsjournalist für den Ausbau der UKW-Programme, setzte er sich für den Stereo-Empfang ein und kämpfte gegen "Schleichwerbung". Bahnbrechendes gelang Rhein mit der Entdeckung des Füllschriftverfahrens für die Langspielplatte.

Auch im hohen Alter setzte er sich weiter unermüdlich für technische Fortschritte im Funk- und Fernsehbereich ein, besonders für die Entwicklung von Flachbildschirmen und High-Definition-Fernsehen.

1977 gründete er die Eduard-Rhein-Stiftung, die Personen für Verdienste um den Aufbau von Rundfunk und Fernsehen auszeichnet.

Bruch ist Rhein zufällig in New York begegnet. Rhein "überredete" Walter Bruch zum Vorsitz seiner Stiftung (1976 - 1986).

2. Denés von Mihály (1894-1953)

ungarisch-deutscher Physiker

Bereits während seiner Studienzeit an der Technischen Universität Budapest begann sich Mihály mit der Fernübertragung von Bildern zu beschäftigen. Als ersten Erfolg konnte er am 7. Juli 1919 in Budapest mit seinem "Telehor"-Fernsehgerät die Übertragung beweglicher Schattenbilder verbuchen.

Anfang 1923 richtete sich Mihály in Berlin ein Fernsehlaboratorium ein und gründete dort die Telehor-A.G. Im gleichen Jahr erhielt er auch auf seinen Bildzerleger ein deutsches Patent.

Am 11. Mai 1928 demonstrierte Mihály den Vertretern von Telefunken und anderen Interessenten die Kurzschlussübertragung eines viermal vier Zentimeter großen Halbtonbildes.

In der Nacht vom 8. auf den 9. März 1929 war es dann endlich soweit: mit Hilfe seines Bildabtasters führte die deutsche Reichspost die erste drahtlose Fernsehbildsendung (also ohne Ton) durch.

Obwohl Mihálys Erfindungen schnell an Ihre Grenzen stießen, beschleunigte seine Arbeit die Entwicklung zum elektronischen Fernsehen.

Walter Bruch arbeitete von 1932 bis 1935 für ihn.

3. Manfred von Ardenne (1907-1997)

deutscher Physiker und Erfinder, Prof.

Schon als 16 jähriger erhielt Ardenne sein erstes Patent für die Entwicklung der Loewe-Dreifachröhre, wobei rund 600 weitere Patente folgen sollten.

1930 erfindet und entwickelt er den Flying Spot Scanner, eine Elektronenröhre und führt in Berlin damit europaweit die erste vollelektronische Fernsehröhre vor.

Walter Bruch macht 1931 das erste Mal Bekanntschaft mit Manfred von Ardenne, als dieser das elektronische Fernsehen erstmalig zur Funkausstellung in Berlin vorführte.

In den folgenden Jahren verbessert Ardenne die Elektronenröhren und entwickelt für die Fernsehtechnik Bildaufnahmeröhren. Am 24. Dezember 1933 gelang ihm die erste Übertragung von Fernsehbildern.

1945 ging Ardenne in die Sowjetunion, um dort bei der Entwicklung der Atombombe zu helfen.

1955 gründete er das Forschungszentrum "Manfred von Ardenne" in Dresden (Weißer Hirsch), was sich zum renommiertesten Forschungsinstitut des Landes entwickelte. Ab Mitte der 60er Jahre legte Ardenne den Schwerpunkt seiner Forschungsarbeit in den medizinischen Bereich.