Ein Sommer in Südafrika
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Letzten Sommer verbrachten wir,
Thomas Rommel (links) und Maik
Panzert (rechts) in
der Limpopo-Province im nördlichen Südafrika. Dort arbeiteten wir in
Lulekani, einem Township der Stadt Phalaborwa. Dieser Township liegt in
der Nähe des Krüger Nationalpark an der Grenze zwischen Südafrika und
Mosambik. |
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Ungefähr die Hälfte einer Südafrikanischen
Großfamilie mit der wir erfolgreich arbeiteten
(insgesamt 38 Personen: 1 Mann, 5 Frauen und 32 Kinder) was
nicht unbedingt die Ausnahme ist, weil viele Kinder den Lebensunterhalt
der Familie mit sichern müssen.
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Townships wurden in der Zeit der Apartheid bis 1994
angelegt. Dies waren Wohnsiedlungen für die schwarze Bevölkerung, da es
Schwarze zu dieser Zeit nicht erlaubt war in den Städten zu leben.
Tonwships mussten sich mindestens in einem Abstand von 15 km von der Stadt
entfernt befinden. Auch heute, fast zehn Jahre nach dem Ende des
Apartheidsystems leben die meisten Schwarzen noch in diesen Townships.
Weiße trifft man fast ausschließlich in den Städten. Die Armut sowie
die Arbeitslosigkeit in diesen Gebieten ist meist sehr gravierend. Die
Arbeitslosenquote in der Limpopo Province liegt bei ca. 40%.
In Lulekani leben ca. 25000 Menschen. Viele von ihnen sind Flüchtlinge
aus Mosambik, die während des Bürgerkrieges durch den Krüger
Nationalpark nach Südafrika gelangten. Bei diesen Menschen ist die Armut
noch größer als bei den Schwarzen aus Südafrika, da Flüchtlinge welche
keine südafrikanische Staatsbürgerschaft besitzen auch keine
Arbeitserlaubnis erhalten. So leben sie unter noch ärmlicheren
Verhältnissen als die meisten Südafrikaner in den Townships.
Ein weiteres Problem, welches durch die große Armut noch verstärkt wird
ist die Aids- und HIV- Rate. Sie liegt hier bei der Bevölkerung bei ca.
40%.
Auch heute sind immer noch fast nur Schwarze von der Arbeitslosigkeit
betroffen. Dies liegt zum einen möglicherweise daran, dass der größte
Teil der Wirtschaft immer noch in den Händen der Personen liegt, welche
bereits in der Apartheid den Markt beherrschten und zum anderen daran,
dass es wohl viel länger als zehn Jahre dauern wird bis die Spuren des
Apartheidsystems ausgemerzt sind.
Auch besteht bis heute zwischen der Schwarzen und der Weißen Bevölkerung
Südafrikas ein immenser Unterschied im Bildungsniveau, da in der
Apartheid Schwarze nicht die selben Schulen wie Weiße besuchen durften,
auf welchen ein höherer Bildungsstandart herrschte. Außerdem durften
Schwarze nicht studieren und ihnen wurden somit viele
Berufsausbildungschancen verwehrt. Es ist somit nicht verwunderlich, dass
ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften besteht.
Des Weiteren herrscht unter großen Teilen der weißen Bevölkerung
Südafrikas immer noch Rassismus und Diskriminierung gegen die schwarze
Bevölkerung vor. Dies haben wir in vielen Situationen selbst erleben
müssen.
In Lulekani arbeiteten wir bei Leka Gape, was soviel heißt wie "noch
eine Chance". Dies ist ein Projekt, welches von einer deutschen
Sozialarbeiterin gegründet wurde. Es besteht aus mehreren Teilprojekten
wie einer Bäckerei, einem Büro wo verschiedene Dienstleistungen wie
Kopieren von Dokumenten, Abtippen von verschiedensten Schreiben und vieles
mehr angeboten wird außerdem betreibt Leka Gape noch einen Kindergarten,
eine Tourist Route und die Soup Kitchen. |
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Kinder aus der Soupkitchen,
die sich freuten fotografiert zu werden.
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Im
letztgenannten Projekt waren wir tätig.
Unter Soup Kitchen ist allerdings nicht eine herkömmliche Suppenküche zu
verstehen, in der Straßenkindern essen aus gegeben wird. Das komplette
Projekt war dazu ausgelegt, Kindern die durch die ärmlichen
Lebensverhältnisse ihrer Familie nicht in die Schule gehen konnten, diese
Möglichkeit wieder zu eröffnen. Dazu war es nötig eine Bindung mit
ihnen und den Familien aufzubauen, welches als einer von 20 Weißen unter
ca. 25.000 Schwarzen relativ schwer fällt. Deswegen ist das Verteilen von
Essen an Straßenkinder ein erfolgreiches Mittel um ins Gespräch zu
kommen. |
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Während unserer Zeit in Südafrika waren wir
allerdings nicht die einzigen Studenten in Lulekani. Es besteht die
Möglichkeit für jeden Studenten aus fast jedem Fachbereich ein Praktikum
in der Organisation von Lekagape zu absolvieren. Falls jemand also nähere
Informationen zu Lekagape hat oder direkt zu unserem Praktikum, dann sind
hier unsere beiden E-mail Adressen und die Homepage von Lekagape. |
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Rod-and-Tod@gmx.de
- Thomas Rommel
Mpanzert@htwm.de - Maik Panzert |
Homepagelekagape@intekom.co.za |
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Eine Einkaufspassage wie man sie auch in
Europa finden könnte.
(Phalaborwa–Stadtzentrum)
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Ein Einkaufszentrum im dazugehörigen Township
Lulekani.
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