-Projektstand-
Ideen und Ziele des Projektes
Das ADAPT Projekt "Lernende Region" kann hauptsächlich als eine Kooperationsentwicklung zwischen beruflichen Bildungseinrichtungen und Akteuren der Wirtschaftsförderung gesehen werden. Ziel ist es, zu klären, wie die bestmögliche Entwicklung und der bestmögliche Rahmen für Trainingsmaßnahmen für jene kleine und mittlere Unternehmen, die die Nutzung ihrer Humanressourcen verbessern wollen, aussehen und realisiert werden können.
Das Projekt ist ein kooperatives Projekt zwischen den folgenden Partnern:
sowie
Das Projekt wurde in drei Unterprojekte geteilt:
Basierend auf der lernenden Organisation fokussiert dieses Netzwerk auf das einzelne Unternehmen. Ziel ist es, ein Bewußtsein für die Bedeutung von Organisationsentwicklung wie auch der Personalentwicklung zu schaffen, deren Bedeutung zu erkennen und mit diesen Konzepten als integralen Bestandteilen der Unternehmensentwicklung zu arbeiten. Ein weiteres Ziel ist es, ein oder mehrere Netzwerke zu kreieren, in denen die Unternehmen zu ihren Entwicklungsprojekten Erfahrungen austauschen können.
Netzwerk 2 basiert auf dem Erfahrungsaustausch unter den lokalen Akteuren der Wirtschaftsentwicklung und der Bildungsinstitutionen das wichtigste Ziel ist die Verbesserung der Kooperation zwischen den beiden Gruppen. Mit der besseren Kooperation wird das Ziel verfolgt, die Qualität der Beratungs- und Trainingskonzepte zu verbessern und so sicherzustellen, daß Beratungs- und Trainingskonzepte kontinuierlich die Bildungsbedürfnisse der Unternehmen decken.
Die Analyse der Kultur ist die komplette Darstellung, die Analyse und Evaluation des Projektes "Lernende Region". Die Beziehungen zu Netzwerk 1 und 2 veranschaulicht die Grafik auf Seite 20.
Die Begründung dafür, den Bericht "Analyse der Kultur" zu nennen, liefern die lokalen Akteure, die überzeugt sind, daß eine Diskrepanz zwischen Beratungs- und Trainingskonzepten der Akteure der Wirtschaftsentwicklung und den Bildungsinstitutionen auf der einen und den tatsächlichen Bedürfnissen an Entwicklung und Qualifikation auf der anderen Seite besteht. Eine der Hauptthesen für die Existenz dieser Diskrepanz ist der Unterschied der Kulturen der Unternehmen und der Akteure der Wirtschaftsförderung sowie der Bildungsinstitute.

In diesem Projekt ist der Ansatz der Analyse der Kultur begrenzt auf die Aspekte Unternehmensführung und Lernen der drei beteiligten Gruppen von Akteuren.
Die Ursache für den Fokus auf diese zwei Themen liegt darin begründet, daß Unterschiede im Verständnis dazu führen können, daß die Akteure nicht "die gleiche Sprache" sprechen, wenn die Unternehmen ihre Bedürfnisse an Beratung und Training definieren und die Akteure der Wirtschaftsentwicklung bzw. der Bildungseinrichtungen über Entwicklung und Bildung informieren sowie Trainingskurse ausarbeiten und anbieten.
Deshalb ist eines der Ziele des Projektes, über die praktische Arbeit mit den Unternehmen und den Erfahrungsaustausch zwischen den zahlreichen Akteuren der Region herauszufinden, ob diese Diskrepanz existiert und wenn ja, wie sie sich äußert.
Methoden und bisherige Ergebnisse
1. Netzwerk 1 die lernende Organisation
Wir luden Repräsentanten (Geschäftsführer oder leitende Angestellte) von 15 KMU vor allem aus Handel und Industrie zu einem Managementseminar ein, das darauf abzielte, die Teilnehmer zu inspirieren, wie auch ihnen Basiswissen zu geben, um den Entwicklungsprozeß in ihrem Unternehmen zu initiieren. Im Seminar (5 Nachmittage) wurden die Teilnehmer gebeten, aktuelle Beispiele beizutragen, um das Seminar wirklichkeitsnäher zu machen. Nach dem Seminar wurden alle Teilnehmer von einem Berater besucht, der mit ihnen Ideen diskutierte, die sie im Seminar präsentiert hatten.
Das Seminar bestand aus praktischen Beispielen von Unternehmen, die bereits einen Entwicklungsprozeß durchlaufen haben und Vorträgen von Beratern zu theoretischen Themen. Die Evaluationen zeigen, daß die Teilnehmer im allgemeinen zufrieden mit dem Seminar waren, da es ihnen Basiswissen zur Implementierung von Geschäftsentwicklung zur Verfügung stellte.
Fünf der Teilnehmer nahmen aus unterschiedlichen Gründen nicht weiter am Projekt teil. Einer von ihnen gab an, noch nicht bereit für diesen Veränderungsprozeß zu sein, ein anderer hatte gerade einen großen Auftrag erhalten usw..
Nach dem Seminar setzten die Unternehmen zusammen mit dem Berater einige der Ideen aus dem Seminar um, z.B. selbststeuernde Gruppen, Management by Objectives, usw.. In den Implementierungsplänen fand auch Training Berücksichtigung, um die für die Umsetzung notwendige Qualifikation der Beschäftigten zu gewährleisten.
Es sind acht Treffen zum Erfahrungsaustausch geplant, um die Unternehmen zu ermutigen, mit dem Projekt fortzufahren.
2. Netzwerke 2 die lernende Region
Die Analyse stellt die Grundlage für die Diskussion dar, in welchem Ausmaß die gegenwärtigen Beratungs- und Weiterbildungsaktivitäten den Bedürfnissen der Unternehmen und ihrer Beschäftigten entsprechen und welche Verbesserungen abgeleitet werden können.
Das Ziel der Analyse ist es, diejenigen Aktivitäten und Projekte abzubilden, die darauf abzielen, die Qualifikationen in KMU hinsichtlich Management, Organisationsentwicklung, Bildungsplanung etc. zu entwickeln.
Darüber hinaus sollen die Resultate und Erfahrungen die Basis für eine stabile Kommunikationsstruktur zwischen den lokalen Praktikern bilden, um so die Übereinstimmung von Angebot und Nachfrage an Qualifikationsveranstaltungen in der Region zu sichern.
Der Workshop wurde im Oktober 1997 an vier Tagen durchgeführt. Das Programm bestand aus Vorträgen von externen Experten, Gruppenarbeit und Plenardiskussionen.
3. Netzwerk 3 Analyse der Kultur
Die Analyse der Kultur enthält die zusammenfassende Beschreibung, die Analyse und Evaluation des Projekts. Darüber hinaus soll die Analyse auch Ideen beinhalten, was getan werden kann, um die Qualifikation der Unternehmen, der Bildungseinrichtungen und der Akteure der Wirtschaftsentwicklung zu erhöhen.
Um abzusichern, daß die notwendigen Informationen und Erfahrungen erhoben werden, wurde ein Fragebogen ausgearbeitet. Während der Beratungsbesuche aus Netzwerk 1 wurden viele Informationen gesammelt, wie beispielsweise die Sicht des Managements auf Entwicklungsmöglichkeiten, auf den Stand der Qualifikation, auf zukünftige Anforderungen an Qualifizierung und auf Konzeptionen des Trainings und des Lernens.
Die Analyse der Kultur enthält auch Interviews mit den Bildungseinrichtungen und Beratern mit Schwerpunkt auf deren Sicht der Zusammenarbeit von Unternehmen und Bildungseinrichtungen und Beratern zu Fragen der Entwicklung von Training und Beratung. Gleichzeitig sollte die Analyse der Kultur auch ihre Sicht der Lernkonzeption enthalten.
Das Projekt soll in Netzwerk 3 regional verankert werden und es sollte Projektideen generiert werden, um das bestehende Wissen und die Erfahrung zu nutzen und so die Idee der "Lernenden Region" zu unterstützen.
Publikationen
Die sehr detaillierte Darstellung des Projektes wurde an ca. 120 Unternehmen gesandt, die Interesse am Projekt zeigten.