Walter Scheel

Walter Scheel [1]

Kurzbiografie:


Am 8.7.1919 wurde Walter Scheel in Solingen geboren.

Nach seinem Abitur 1938/39 absolvierte Scheel eine Ausbildung zum Bankkaufmann.

Im Zweiten Weltkrieg war Scheel Soldat bei der Luftwaffe und wurde in Frankreich und später in Russland eingesetzt.

1946 Eintritt in die FDP.

Von 1953-1974 Abgeordneter im Deutschen Bundestag.

1958 wurde Scheel Mitglied des europäischen Parlaments in Straßburg. Von 1961 bis 1966 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit (Entwicklungshilfe) in den Kabinetten Adenauers und Erhards.

Im Oktober 1966 kam es zum Austritt aller FDP-Minister aus der Regierung Erhard, was zum Sturz der Regierung Erhard führte.

Von 1969-1974 war Scheel Vizekanzler und Außenminister im Kabinett Willy Brandts. Mit der Unterzeichnung des Atomwaffensperrvertrages und der Ostverträge mit der UdSSR, Polen und der CSSR schlug die Regierung neue Wege in der Außenpolitik ein.

1971 reist Scheel als erster deutscher Außenminister nach Israel.

Noch in diesem Jahr hatten er und seine Frau ein indianisches Waisenkind aus Bolivien aufgenommen und Scheel wurde mit dem Theodor-Heuss-Preis ausgezeichnet.

1972 besuchte Scheel Peking und es wurde die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und der Bundesrepublik vereinbart.

1974 wurde Walter Scheel zum Bundespräsidenten gewählt.

1979 lehnte er eine erneute Kandidatur ab und sein Nachfolger wurde Karl Carstens.

1980 übernahm er ein Aufsichtsratmandat der Thyssen AG, später auch der Thyssen Stahl AG. Scheel sprach sich 1986 in seiner Festrede im Deutschen Bundestag für die Fortsetzung der Entspannungs- und Abrüstungspolitik sowie dafür, mehr Verständnis für die Sowjetunion nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl zu zeigen.

1993 wurde Scheel Verwaltungsvorsitzender des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg.

weitere Informationen zur Person(externe Quelle)

politische Leistungen:


Staatsbesuche führten in u. a. 1975 nach Frankreich, USA, in die UdSSR und nach Spanien, 1976 nach Finnland, Costa Rica, und Mexiko, 1977 in die Schweiz und 1978 nach Japan, Iran, Neuseeland und Australien. Seine letzte Reise machte er 1979 und führte ihn nach Österreich.

Als Bundespräsident bleibt er den Konventionen sowie der Würde und des Amtes treu verpflichtet.

1975 wurde Scheel von mehreren Universitäten (u. a. Georgetown University, Maryland-Universität in den USA und der Universität Heidelberg, ...) mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet.

1979 lehnte Scheel eine erneute Kandidatur, auch auf bitten der SPD und FDP, ab und schied somit nach 5 Jahren aus dem Amt. Sein Nachfolger wurde Karl Carstens.



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