Heinrich Lübke

Heinrich Lübke [1]

Kurzbiografie:


Am 14.10.1884 wurde Heinrich Lübke in Enkhausen/Westfalen geboren.

Studierte 1913 Landwirtschaft, Geodäsie und Kulturtechnik in Bonn.

Er war Soldat im Ersten Weltkrieg.

Anschließend von 1918-1923 Studium der Volkswirtschaft, des Verwaltungsrechts und des Boden- und Siedlungsrecht in Münster und Berlin.

Von 1923-1933 war er Geschäftsführer von landwirtschaftlichen Betrieben in Berlin. Ab 1931 war Lübke für die Zentrumspartei Abgeordneter im preußischen Landtag. Wurde aber 1933 durch die Nazis aus allen Ämtern entlassen.

Den Zweiten Weltkrieg hatte Lübke nicht als Soldat miterlebt. Er war Mitarbeiter des privaten Architektur- und Ingenieurbüros Schlempp. Dieses wurde durch den Rüstungsminister Albert Speer für die Organisation Todt dienstverpflichtet. Ab ´44 wurden zum Bau von den Raketenwaffenprogramm Zwangsarbeiter eingesetzt.

Aus dieser Zeit ergaben sich spätere Vorwürfe gegen Lübke.

Nach Kriegsende tritt Lübke in die CDU ein.

Bis 1952 Abgeordneter im westfälischen Landtag.

Von 1953-1959 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Kabinett Adenauers.

1953 erhält Lübke die Ehrendoktorwürde der Landwirtschaftlichenfakultät der Universität Bonn und 1957 Auszeichnung mit dem Großkreuz des Bundesverdienstordens.

1959 wurde Lübkte zum Nachfolger von Theodor Heuss zum neuen Bundespräsidenten gewählt.

Am 6.4.1972 starb Heinrich Lübke in Bonn.

weitere Informationen zur Person(externe Quelle)

politische Leistungen:


Von 1959-1969 Bundespräsident der BRD. Lübke versuchte dem Amt mehr politisches Gewicht zu verleihen und setzte sich für die Bildung einer Großen Koalition (Koalition CDU/SPD). Besonderes Engagement zeigte Lübke bei der Unterstützung der Entwicklungshilfe für die so genannte Dritte Welt.

Vor allem von der Seite der DDR (später auch in der Bundesrepublik) wurde Lübke wegen seiner NS-Tätigkeit scharf angegriffen.

1969 trat Lübke 3 Monate vor Ende der Wahlperiode als Bundespräsident aus gesundheitlichen Gründen zurück.

Nachfolger wurde Gustav Heinemann.



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