Gustav Heinemann
Kurzbiografie:
Am 23.7.1899 wurde Gustav Heinemann in Schwelm/Westfalen geboren.
Heinemann wurde nach dem Notabitur 1917 Soldat im Ersten Weltkrieg. Er wurde aber nicht an der Front eingesetzt.
Studium der Rechtswissenschaften Volkswirtschaft und Geschichte in Münster, Marburg, München, Göttingen und Berlin (von 1928-1921).
Ab 1926 als Rechtsanwalt zugelassen.
Von 1933-1939 Dozent für Berg- und Wirtschaftsrecht an der Universität Köln. Gustav Heinemann war nicht als Soldat im Zweiten Weltkrieg. Er wurde 1945 von der britischen Besatzungsmacht als Bürgermeister der Stadt Essen eingesetzt.
Heinemann ist auch gleichzeitig Mitbegründer der CDU in Essen.
1946-1949 war Heinemann gewählter Oberbürgermeister der Stadt Essen.
Anschließend war er im ersten Kabinett Adenauers Bundesinnenminister. Bereits ein Jahr später (1950) lehnte der überzeugte Pazifist sein Amt als Bundesinnenminister nieder, weil Adenauer ohne Kenntnis des Kabinetts den Westmächten einen bundesweiten Wehrvertrag anbietet. In einer Wiederbewaffnung sah Heinemann eine Blockierung der Deutschland-Politik.
1952 Austritt aus der CDU.
1957 Eintritt in die SPD und er wurde für die SPD Mitglied des Bundestages.
Im Januar 1958 erhebt Heinemann schwere Vorwürfe gegen Adenauer. Er warf im fehlende Außenpolitik vor und das Adenauer Chancen zur deutschen Wiedervereinigung nicht genutzt hatte.
Nach Beginn des Mauerbaus 1961 machte Heinemann, am Brandenburger Tor, Adenauers Außenpolitik dafür verantwortlich.
Er war von 1966-1969 Bundesjustizminister in der Regierung der Großen Koalition. Es gelang ihm die große Strafrechtsreform. Mit Nachdruck setzte er sich für die Beseitigung der Verjährungsfrist bei Mord, vor allem im Hinblick auf die NS-Verbrechen, ein.
Am 5.3.1969 wurde Gustav Heinemann zum Bundespräsidenten gewählt.
Im Ausland wurde die Wahl sehr positiv aufgenommen. Die britische Zeitung "Daily Telegraph" bezeichnete ihn als "Aushängeschild eines anständigen Deutschen".
Heinemann war 5 Jahre Bundespräsident und sein Nachfolger wurde 1974 Walter Scheel.
Am 7.7.1976 starb Gustav Heinemann in Essen. In zahlreichen Nachrufen wurde er "als Persönlichkeit von hohem moralischem Anspruch, als unbequemer Mahner und ein im Christentum fest verwurzelter Politiker" gewürdigt.
weitere Informationen zur Person(externe Quelle)
politische Leistungen:
Als Bundespräsident setzte er sich mit Nachdruck für die neue Ostpolitik von Bundeskanzler Willy Brandt ein.
Wegen seiner Unbestechlichkeit seines Urteils, seine Besonnenheit und die Bescheidenheit seines Auftretens wurde Heinemann als Bundespräsident weitgehend sehr geachtet.
Er unternahm in den Jahren zahlreiche Reisen unter anderem: 1970 war er in Japan, Dänemark und Schweden, 1971 in Venezuela, Kolumbien, Ecuador und Rumänien. Seine letzte Dienstreise als Bundespräsident unternahm er ´74 nach Belgien.
Am 1.7.1974 schied Heinemann offiziell aus seinem Amt aus und sein Nachfolger wurde Walter Scheel.
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