Ludwig Erhard
Kurzbiografie:
Ludwig Erhard wurde am 4.2.1897 in Fürth geboren.
Nach seinem Realschulabschluss macht er eine kaufmännische Lehre.
Erhard ist Soldat im 1.Weltkrieg danach Studium an der Handelshochschule in Nürnberg.
1945/46 ist Erhard bayrischer Wirtschaftminister.
1949-1963 Wirtschaftminister und ab 1957 Vizekanzler im Kabinett Adenauer.
Nach dem Rücktritt Adenauers wird Ludwig Erhard am 18.10.1963 zum neuen Bundeskanzler gewählt.
Bereits 3 Jahre später tritt Erhard wieder zurück und sein Nachfolger wird Kurt Georg Kiesinger.
1972 und ´76 eröffnete er als Alterspräsident den Deutschen Bundestag.
Am 5.5.1977 starb Ludwig Erhard in Bonn an Herzversagen und wurde am 12.5. auf dem Bergfriedhof in Gmund beigesetzt.
weitere Informationen zur Person (externe Quelle)
politische Leistung:
Ludwig Erhard kündigte eine "Politik der Mitte und der Verständigung" und einen "neuen politischen Stil" an.
1964 lehnte sein Kabinett eine Verlängerung der Verjährungsfristen für die NS-Verbrechen ab. Nach geltenden Recht tritt eine Verjährung der Nazi-Verbrechen am 8.5.1965, also 20 Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation, ein. Darüber wurde in der öffentlichkeit und im Bundestag heftig gestritten.
Im November ´64 appelliert die Bundesregierung an alle betroffenen Länder - außer der DDR -, Unterlagen über Nazi-Verbrechen zur Verfügung zu stellen, so dass noch vor Ende der Verjährungsfrist Strafverfahren eingeleitet werden konnten. Am Ende einigte man sich im Bundestag darauf, dass bei der Berechnung der Frist die Zeit der Besetzung von ´45-´49 nicht berücksichtigt wurde und somit die Verbrechen erst am 8.5.1969 verjähren.
1965 tritt die erste Konjunturkrise auf. Bedingt durch die mangelnden Investitionen im Bausektor. Die Zahl der Arbeitslosen stieg von ca. 100.000 1966 auf ca. 400.000 1967. Die Regierung wird den Erwartungen der öffentlichkeit nicht gerecht, auch das von Erhard vorgestellte "Programm der Sparsamkeit und Nüchternheit", das den Konjunkturschwankungen entgegenwirken soll, bringt nicht den Umschwung.
Durch diese Krise entsteht eine politische Sprengkraft die Erhard ein Jahr später den Posten kostet. Erhard verhandelt vom 24.-18.9.1966 mit dem amerikanischen Präsidenten erfolglos über einen Zahlungsaufschub für die deutschen Schulden (Stationierungskosten der USA von´45-´49).
Noch im selben Jahr, am 1. Dezember tritt Erhard als Bundeskanzler zurück und Kurt Georg Kiesinger wird sein Nachfolger.
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