| Der deutsche Dichter Georg
Büchner gehörte als Zeitgenosse Luwig Feuerbachs
einer Generation an, deren Einfluß durch Fremdherrschaft, die
französische Revolution, starke soziale Spannungen und die Gedanken
von Friedrich Hegel gekennzeichnet sind. Diese Zeit brachte einen
Revolutionär wie Georg Büchner hervor.
Büchner studierte Medizin, promovierte auch auf dem Gebiet. Er
wurde dadurch auch mit der sozialen Ungerechtigkeit seiner
Zeit konfrontiert. 1834 gründete er in Gießen die Gesellschaft
für Menschenrechte und gab die Flugschrift der Hesssische
Landbote heraus. In ihm rief er offen zum Bauernaufstand auf: Friede
den Hütten - Krieg den Palästen! Büchner, der von nun
an wegen seiner radikalen Haltung und seiner sozial-revolutionären Ideen
verfolgt wurde, floh 1835 steckbrieflich gesucht in die Schweiz.
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In Zürich, wo er als Privatdozent tätig war, begann er mit seiner
literarischen Arbeit. Obwohl er mit 23 Jahren sehr jung starb, ist
seine literarische Hinterlassenschaft beachtlich und beachtenswert. So schrieb
er Dantons Tod (1835), ein heute noch immer viel beachtetes Stück,
Woyzeck (1835/36), ein sozialkritisches Drama, aber auch Lustspiel
Leone und Lena sowie die Novelle Lenz (1835). Er trug
damit wesentlich zur Entwicklung einer deutschen Dramatik bei.
In der Bundesrepublik Deutschland trägt heute der bedeutendste
Literaturpreis den Namen Büchners.
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